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Die Forschung voranbringen

In welchen Bereichen können wir die Forschung weiterbringen?

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CYSTISCHE FIBROSE

 

Cystische Fibrose (CF), auch bekannt als Mukoviszidose, ist eine schwere Erbkrankheit, die bisher noch nicht heilbar ist. In jahrzehntelanger Forschung wurden jedoch neue Medikamente entwickelt, die den Gesundheitszustand von CF-Betroffenen deutlich verbessern. Da die Auswirkungen der Krankheit auf das Atemwegssystem im Vordergrund stehen, tragen Modelle auf der Basis von in vitro rekonstruiertem menschlichem Epithel wesentlich zur Entwicklung solcher Medikamente bei. Das Atemwegsepithel von CF-Betroffenen produziert einen sehr zähen und klebrigen Schleim, der die Atemwege verstopft und so zu Infektionen und einer chronischen Entzündung führt. Dieses Phänomen wird am in vitro rekonstruierten Lungengewebe nachgebildet, um die Wirksamkeit von Medikamenten und gentherapeutischen Ansätzen zur Wiederherstellung des Selbstreinigungsmechanismus zu untersuchen.

2

 

ASTHMA, ALLERGIEN

 

Asthma ist eine entzündliche Erkrankung, deren Symptome hauptsächlich die Atemwege betreffen. Das Atemwegsepithel der Betroffenen ist anfällig. Da das Lungengewebe auch mit den Immunzellen kommuniziert, tragen Infektionen des Atemwegsepithels zur Verschlimmerung des Asthmas bei. Am In-vitro-Atemwegsgewebe lassen sich neue Therapieansätze und lokal wirkende entzündungshemmende Medikamente testen. Das Epithel hat immunregulierende Eigenschaften und ist vielversprechend für die Entdeckung und Identifizierung von neuen und potenziellen Allergenen.

3

 

CHRONISCH OBSTRUKTIVE LUNGENERKRANKUNG (COPD)

 

 

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD ist durch eine fortschreitende Degeneration des Lungengewebes und eine zunehmende Verengung (Obstruktion) der Atemwege gekennzeichnet. In-vitro-Lungengewebe kann in Metaplasie-Modellen oder zur Visualisierung von deregulierten Markern für COPD-Betroffene verwendet werden.

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BAKTERIELLE INFEKTIONEN 

 

Pseudomonas aeruginosa, Streptococcus pneumonia und Staphylococcus aureus sind Bakterien, die den menschlichen Organismus über die Atemwege infizieren können. Die Weltgesundheitsorganisation stuft die Antibiotika-Resistenz dieser Bakterien als besorgniserregend ein. Um Infektionen mit diesen Erregern zu bekämpfen, müssen dringend neue Antibiotika entwickelt werden. Menschliches Atemwegsgewebe, der erste Angriffspunkt dieser Bakterien, kann als Testplattform für die Wirksamkeit von neuen Antibiotika eingesetzt werden.

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 VIRUSINFEKTIONEN 

 

Das Atemwegsepithel kann von zahlreichen Viren wie Grippeviren, Rhinoviren, dem Respiratorischen-Synzytial-Virus, Coronarviren oder dem Metapneuomvirus befallen werden. Diese Viren gelangen über Rezeptoren in die Zellen und vermehren sich im Lungengewebe. In-vitro-Lungengewebe ist ein leistungsfähiges Instrument zur Erforschung des Aktionsmechanismus von Infektionen und damit zur Entwicklung von neuen antiviralen Therapieansätzen.

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AUSWIRLKLUNG VON LUFTSCHADSTOFFEN

 

Das Atemwegsgewebe ist die erste Schutzbarriere des Organismus gegen eingeatmete Luftschadstoffe. Die akute oder chronische lokale Wirkung der eingeatmeten Stoffe hinsichtlich Entzündung, Zytotoxizität oder Remodellierung kann am In-vitro-Lungenmodell beobachtet und quantifiziert werden.